Dachbodenausbau
Wohnen unterm Dach hat schon was für sich. Wenn man richtig plant! Beim Dachbodenausbau sind grundsätzlich die geltenden Brandschutzbestimmungen, der Wärmeschutz nach den geltenden landesbaulichen Bestimmungen und der Schallschutz zu beachten.
Wichtig ist jedoch auch, sich rechtzeitig zu überlegen, wofür der Ausbau dienen soll - und welche Kriterien er daher erfüllen muss. Falls Sie das Dach erst später ausbauen wollen, sollten Sie vorsorglich Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser und die Lage der Treppe vorsehen.
Sprechen Sie vor Baubeginn mit einem Fachmann: Der Dachstuhl sollte auf Schädlingsbefall untersucht und eine geeignete Dachkonstruktion muss ausgewählt werden. Zudem ist eine Abklärung der statischen Bedingungen für den Einbau schwerer Zwischenwände notwendig.
Weitere Tipps hier:
Baumaterialien:
Für den Dachgeschoßausbau eignen sich besonders Gipskartonplatten oder Faserzementplatten (Brandschutz, Wärmespeicherung, Flächengewicht).
- Vorteil bei Gipskartonplatten: sind nach Verlegung und Verfugung malerfertig bzw. tapezierbar
- Moderne oder rustikale Effekte bekommt man mit Holzverkleidungen im Dachgeschoßbereich (Profilbretter).
- Achtung: Normale Profilbretter erreichen nicht den Brandschutz einer Gipskartonplatte.
- Sie müssen entweder wesentlich stärker oder auf Gipskartonfaserplatten aufgebracht sein.
- Empfehlung: Lassen Sie von Fachleuten die Materialien für Wärmedämmung und Schallschutz berechnen und festlegen.
- Für Hitzeschutz Markisen oder Rollläden vorsehen (siehe Kapitel Sonnenschutz)
- Bei durchdachter Anordnung der Fenster kann die Luft gut zirkulieren.
- Achtung: Dachhölzer wie Pfetten, Sparren und jegliche Art von Lattungen müssen imprägniert sein.
- Achten Sie auf hinreichend große Lüftungsquerschnitte - sie verbessern das sommerliche Raumklima
Wärmedämmung:
Rund 20 – 30 % der Wärmeverluste entweichen über das Dach. Beim Dämmen also ruhig „dick auftragen“. Empfohlene Gesamt-Dämmstärke: mindestens 24 – 30 cm. Das Material wird zwischen Lattung und Querlattung eingebracht. Hier die gebräuchlichsten Dämmungsarten:
Vollsparrendämmung ohne Hinterlüftung (Wärmedämmung wird zwischen Sparren und Querlattung ohne Hinterlüftung angebracht.)
Vollsparrendämmung mit Hinterlüftung (Zwischen Wärmedämmung und Kaltdachschalung verbleibt ein Zwischenraum, der durchlüftet wird.)
Ein Tipp: Wenn Sie schon beim Bau des Hauses an eine mögliche Nutzung des Dachgeschoßes denken: Giebelwände mit einer Außendämmung versehen und Innenräume aus schweren Baustoffen ausführen
Dichtheit:
Im Hinblick auf mögliche Undichtheiten ist besonders auf den Anschluss des Daches an die Wand zu achten. Eine „Luftdurchlässigkeit“ kann erhebliche Energieverluste und unangenehme Zugluft bewirken. Ausströmende Luft kann kondensieren und die Feuchtigkeit kann die Dämmung und den gesamten Aufbau schädigen. (siehe dazu auch Kapitel Dichtheit)
Beim Dachbodenausbau entscheidet das WARUM über das WIE.
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