Decken, Fußböden

Oberste Geschoßdecke:

Ein Viertel der Heizungsverluste entsteht durch ungedämmte Geschoßdecken! Eine gute Wärmedämmung hilft also, Energie - und damit auch Geld - zu sparen. Wie eine Mütze Sie am Kopf vor Kälte schützt, tut dies die Wärmedämmung.

Eine solche „Wärmehaube“ für’s Dach wirkt wahre Wunder! Dabei gilt es aber einiges zu beachten.

  • Dachbodenausbauten: Dämmschicht in der Dachschräge von 24 bis 30 cm vorsehen
  • Unbewohntes Dachgeschoß und kein Ausbau geplant: 24 bis 30 cm Dämmung der obersten Geschoßdecke
  • Nicht-begehbarer Dachboden: Auflegen von Dämmstoffbahnen oder Dämmlatten; Achtung: fugenfreie Verlegung, Luftspalten vermeiden
  • Begehbarer Dachboden: Steife Dämmstoffplatten, darüber trittfeste Bodenplatten ebenfalls fugenfrei verlegen. Am besten Wärmedämmung kreuzweise verlegen
  • Achtung: Dachräume erhitzen sich im Sommer erheblich – Anordnung und Größe der Dachflächenfenster beachten!
  • Auch Flachdächer ordentlich dämmen, 24 – 30 cm. Wenn erforderlich, Spezialisten beiziehen - Trockenbauer in Ihrer Wohnumgebung finden Sie z.B. hier.
  • Bei Vollsparrendämmung auf winddichte Ebenen achten, wie z. B. beim Übergang von der Mauerbank in die Dachschräge (siehe Kapitel Dichtheit)
  • Achtung Brandschutz! Oberste Geschoßdecke Brand hemmend ausühren! Bei Dachbodenausbau auch Dachschräge und Zangendecke. Details beim zuständigen Bauamt in Magistrat oder Gemeinde

Kellerdecke:

  • Bei unterkellerten Häusern: mindestens 10 cm Dämmplatten an oder in die Kellerdecke (auf Bauordnung der Länder achten!)
  • Option: abgehängte Decke mit eingebrachtem Dämmmaterial
  • Kellersockelbereich: Feuchtigkeitsbeständige Wärmedämmung bis mindestens einen Meter ins Erdreich verhindert Wärmebrücken. Bei Neubauten Wärmedämmung bis zur Kellersohle verlegen!
  • Kelleraußenwände grundsätzlich bis zur Sohle dämmen (Keller könnte im Sommer „schwitzen“)
  • Bei Keller mit Nassräumen: Dampfsperre bzw. Dampfbremse bei Decken
  • Bei Fußbodenheizung Dämmstärken erhöhen, da Temperatur am Boden höher

 Böden:

Je nach gewünschtem Boden und geplantem Bodenbelag entscheidet man sich für Trockenaufbau oder Estrich.

  • Estrich gleicht Unebenheiten des Untergrundes aus und bildet eine begehbare oder zur Aufnahme des Bodenbelages geeignete Fläche
  • Für Kinderzimmer: Eine Trittschalldämmung durch geeignete Estrichplatten sorgt für mehr Ruhe in den darunter liegenden Räumen

Gängigste Konstruktionen sind:

  • Verbundestrich (wird unmittelbar als Boden genutzt, etwa für Keller, Garage)
  • Estrich auf Trennschicht (durch eine Zwischenlage vom Untergrund getrennt, ermöglicht das Gleiten der Estrichplatten bei Temperaturschwankungen)
  • Schwimmender Estrich mit Bodenbelag (Fertigparkett, Fliesen etc., als Heizestrich auch für Bodenheizungen geeignet). Er muss den Anforderungen des Schall- und des Wärmeschutzes dienen

Vorstehende Gebäudeteile:

  • Wichtig: Dämmung von Decken über offenen Durchfahrten, unbeheizten Garagen etc.

Wissenswertes zum Schallschutz

  • Grundsätzlich gilt: bei Deckenkonstruktionen Trittschallschutz berücksichtigen!
  • Massivdecken weisen hier bessere Werte auf, eine Holzbalkendecke kann aufgrund ihrer mehrschaligen Bauweise jedoch durchaus mithalten
  • Schallschutz bei Holzdecken: Weiche Auflagen für Polsterhölzer und Pfosten verhindern Knarren und Quietschen, Erhöhung des Eigengewichts verbessert Schalldämmung (z. B. Lage Vollziegel)
  • Bei schwimmenden Estrichen: Trittschall dämmende weiche Unterlage (Achtung bei Fußbodenheizung!)
  • Estrich bzw. Holzböden von Wänden und Türzargen trennen
  • Bei Fußbodenheizung Böden verkleben

Über schlecht gedämmte Geschoßdecken geht viel Heizenergie verloren.