Farben zum Wohlfühlen
Auch Farben wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Man spricht von „warmen“ und „kalten“ Farben. Ein Zuwenig an Licht und selbst konstruktive Fehler lassen sich mit kluger Farbwahl ausgleichen. Grundsätzlich ist die Farbgestaltung der Innenräume Geschmackssache und jeder hat persönliche Vorlieben oder Abneigungen gegen bestimmte Farben, denen er auch folgen sollte.
Hier einige grundsätzliche Regeln:
- Helle, kühle Farben wirken vergrößernd.
- Dunkle, warme Farben verkleinern den Raum optisch.
- Räume mit dunkler Decke wirken niedriger.
- Räume mit heller Decke erscheinen höher.
- Die Farbsättigung bzw. Farbintensität sollte von unten nach oben hin abnehmen.
- Farbkontraste und Ornamente wirken belebend bis unruhig, machen kleine Räume optisch noch kleiner.
- Stark besonnte Räume mit gedämpften Farben, nordseitige Räume eher mit hellen Farben ausstatten
- Warme Farben: Spektralbereich Rot-Orange-Gelb wirkt belebend und dynamisch, Räume mit wenig Sonneneinstrahlung werden damit heiter und behaglich, dunkle warme Farben wirken beruhigend.
- Kalte Farben: Spektralbereich Violett-Blau-Grün mit allen Schattierungen, eignen sich für Räume der Konzentration, wirken geistig anregend und kühlen, dunkle kalte Farben sorgen für sachliche, ernste Atmosphäre.
Wandfarben & Maltechniken
Schon alleine aufgrund ihrer großen Fläche haben die Wände einen erheblichen Anteil an der Farbwirkung eines Raumes. Ihre Gestaltung bestimmt daher die Atmosphäre wesentlich mit.
Kreative Maltechniken
- Spachteltechnik (auf Dispersions- oder Sikikatbasis) sorgt für eine edle Oberfläche und ist für exklusive Gestaltungswünsche geeignet
- Tupftechnik (Wand wird in einem Grundton gestrichen und danach mit einem Naturschwamm mit Effektfarbe bearbeitet)
- Lasurtechnik erzeugt wolkige Effekte
- Wickeltechnik (ein Leder-Wickeltuch sorgt für luftige Effekte)
- Schablonentechnik (mit leicht feuchtem Schwamm oder Pinsel wenig Farbe aufnehmen und über die Form wischen bzw. stupfen)
Wandfarben
- Kunstharzdispersionsanstriche (hohe Deckkraft, abwaschbar, z.T. auch für Außenbereich geeignet
- Naturharzdispersionsfarben (waschbeständig, dampfdurchlässig, zumeist (!) emissions- und lösungsmittelfrei)
- Kalkfarben (desinizierend, geben keine Schadstoffe ab, sorgen für ein günstiges Raumklima, nicht wischbeständig)
- Leimfarben (wischbeständig, nicht wasserfest, decken gut, nicht überstreichbar)
- Silikatfarben (dampfdurchlässig, schadstofffrei, haften gut auf Kalk-, Kalkzement- und Zementputzen)
- Kaseinfarben (wischfest, ökologisch empfehlenswert)
- "Flüssigtapeten" (eine Masse, die auf die Wände aufgetragen wird und dort trocknet) können mit Farb-, Effekt- und Glimmermaterialien für Wohnlichkeit sorgen. Die Vorteile: hervorragende Schall- und Wärmedämmung, gesundes Wohnklima, (zumeist) natürliche Ausgangsmaterialien, leicht (mit Wasser) entfernbar
Allergiker sollten der Auswahl der Wandfarbe besondere Aufmerksamkeit widmen. Wählen Sie luftdurchlässige Farben, die weder Schadstoffe noch Konservierungsmittel enthalten und keine Aerosole an die Luft abgeben. Lassen Sie sich bei der Produktauswahl im Fachhandel beraten. Baumärkte finden Sie hier.
Setzen Sie Farben bewusst zur Wohnraumgestaltung ein.
Land auswählen
International English
Österreich (deutsch)