Mittelalterliches Holzhaus Ungenach

Altehrwürdiges mit Hightech verknüpft

Planung: Ingenieurbüro Steinmair & Partner OEG

In diesem Projekt wurde ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Holzhaus durch moderne Heizungstechnik saniert. Ziel des Projektes war, die Kosten für die Energieaufwendungen zu senken, ohne Komforteinbußen zu erleiden, sowie eine Einschränkung des Bedarfs an fossilen Brennstoffen und die Steigerung der Energie-Autarkie.

Geheizt wird einerseits mittels einer thermischen Solaranlage und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und andererseits mittels Stückholzheizung für die kalten Wintermonate. Beide Heizungssysteme benötigen Pufferspeicher, die gemeinsam verwendet auch als hydraulische Weiche arbeiten.

Das Heizungssystem ist als Niedrigtemperatursystem mit großen Heizkörperflächen aufgebaut. Grundlage für den gewählten Niedrigenergieeinsatz bildeten die bauphysikalischen Gegebenheiten des historischen Gebäudes mit Kastenfenstern und Wandstärken von bis zu 30 cm in Holz- und Holzriegelbauweise.

Für einen Teil der Stromversorgung wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Diese gewährt auch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, sodass die Heizungspumpen auch bei Stromausfall einwandfrei funktionieren. Die Photovoltaikanlage und die thermischen Solarkollektoren sind im südlich und südwestlich ausgerichteten Innenhof angebracht und stören so in keinster Weise den Gesamteindruck der historischen Substanz.

Eckdaten
ProjektAbdeckerhaus
Größe170 m2
Heizsystemthermische Solaranlage (5m2) Luft-Wasser-Wärmepumpe, für den Winter zusätzlich eine Stückholzheizung
Maßnahmenkatalog
Niedrigtemperatursystem mit großen Heizkörperflächen
Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung und als USV bei Stromausfall (batteriegestützt)
thermale Solaranlage, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Stückgutofen mit Pufferspeichersystem
Einsparungen
Verbrauch kWh/m2 a alt71
Verbrauch kWh/m2 a neu51
CO2-Einsparung pro Jahr8,7 Tonnen

Nicht nur bei Neubauten zahlen sich Maßnahmen für mehr Energieeffizienz aus!