"Leblhuber"-Bauernhof Schleißheim
Ein 150 Jahre alter Hof wird zum Passivhaus
Nicht mehr als Bauerhof, sondern als Wohnhaus mit angeschlossenem Büro sollte der 1854 errichtete "Leblhuber"-Hof in Schleißheim (OÖ) genutzt werden. Dazu waren umfangreiche Umbauarbeiten notwendig, die mit einem umfassenden Sanierungskonzept verbunden wurden. Der Erfolg: die Energiekennzahl - und damit auch der Energieverbrauch - wurde um den Faktor 25 reduziert und entspricht nun dem eines Passivhauses.
Für die Außendämmung wurde ein Fassadensystem mit Vakuumdämmung eingesetzt, das auf Basis von neu entwickelten Vakuumdämmplatten (so genannten "2-Mann-Platten") errichtet wurde. Fenster und Haustür wurden auf Passivhausstandard gebracht. Vervollständigt wurde die Sanierung durch eine Dämmung von Dach und Kellerdecke. Besonderen Wert legten die Bauherren dabei auf eine kondenswasser- und schimmelfreie Sanierung.
Zusätzlich zur thermischen Sanierung wurde auch die Heizanlage ersetzt: Anstelle der vorher eingebauten Flüssiggasheizung sorgt nun eine Wärmepumpe für angenehme Temperaturen, bei Bedarf wird sie durch einen Kachelofen unterstützt.
Ein weiterer Umweltschutzaspekt: Eine eigene Pflanzenkläranlage ohne Nachfluter reduziert beim "Passiv-Bauernhof" die Abwasserbelastung.
Durch die konsequente Sanierung auf Passivhausstandard konnten gute Frischluftqualität in allen Zimmern, verbesserte Tageslichtsituation, erheblich verbesserter Komfort, sehr geringer Energiebedarf und ein hoher Gebäudewert durch eine nachhaltige, langfristig bestehende Sanierung mit geringen Lebensdauerkosten erzielt werden.
| Projekt | "Leblhuber"-Bauernhof Schleißheim |
| Größe | ca. 300m2 |
| Heizsystem | Kachelofen und Wärmepumpe |
| Boden- und Deckendämmung |
| Vakuumdämmung mittels "2-Mann-Platte" |
| Hauseigene Pflanzenkläranlage ohne Nachfluter |
| Passivhausfenster und -eingangstür |
| Verbrauch kWh/m2 a alt | 362,5 |
| Verbrauch kWh/m2 a neu | 14,5 |
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