Gebäudedichtheit

Pfeift neben der Wärmdämmung warme Luft durch Fugen ins Freie, wirkt die stärkste Wärmedämmung nicht 100%ig. Warme Luft steigt nach oben - je wärmer, desto intensiver der Auftrieb. Sind dann Fugen und Öffnungen vorhanden, entweicht die warme Luft und kalte strömt an anderer Stelle nach.

Für einen Kubikmeter Luft, der aus diesem Grund von 0 auf 20 Grad aufgewärmt werden muss, sind 6,6 Watt notwendig. Tauscht sich dieser Kubikmeter nun dreimal in der Stunde durch Fugen und Öffnungen aus, so sind dies schon 19,8 Watt. In 24 Stunden entsteht so ein zusätzlicher Energieverbrauch von  475 Watt! Dies entspricht rund einem halben Liter Heizöl - und das jeden Tag. An diesem Beispiel kann man erkennen, dass im Bereich der Gebäudedichtheit ein erhebliches Einsparpotenzial verborgen liegen kann.

Noch gefährlicher als der natürliche Auftrieb kann Wind sein. Drückt er an das Gebäude, presst er förmlich die warme Luft nach außen. Die Verluste können dadurch erheblich sein! Türen, Tore und Fenster zählen zu den häufigsten Fehlerquellen, aber auch Übergänge zwischen Wand und Decke oder Boden sowie Dachschrägen.

Eine dichte Gebäudehülle spart Energie

Die Gebäudedichtheit zu überprüfen und entsprechende Maßnahmen zu setzen, kann daher ohne viel Aufwand oft hohe Energiekosten einsparen. Um undichte Stellen an der Gebäudehülle heraus zu finden, eignet sich am besten eine Blower-Door Messung in Kombination mit einer Thermografie.

Über eine undichte Gebäudehülle geht viel Heizenergie verloren.