Nutzung/ Nutzerverhalten

Gewerbliche und industrielle Bauten werden meist nur während der Woche genutzt. Auch die Einsatzzeit der Heizanlage ist wegen der geringeren Raumtemperaturen im Vergleich zum Wohnbau verkürzt. Es ist sinnvoll, die Heizanlage an die Nutzergewohnheiten anzupassen. Je schlechter ein Gebäude gedämmt ist, umso kompakter sollen die Heizzeiten sein. Wichtig ist, dass die Energie dann bereit gestellt werden kann, wann sie benötigt wird, und dass sie in ausreichendem Maß (Leistung) zur Verfügung steht.

Stoß- statt Dauerlüften

Ein wesentlicher Teil des Nutzerverhaltens ist das Lüften: ob mittels Lüftungsanlage oder Fenster, es ist immer ratsam, das Lüften auf ein notwendiges Maß zu beschränken. Daher gilt wie im Wohnbau: nur kurz stoß- oder querlüften. Lüftungsanlagen sollten nur dann betrieben werden, wenn notwendig. Gleiches gilt für Absauganlagen!

Bedarfsgerechtes Lichtmanagement

Beleuchtung unterliegt, wenn sie nicht automatisiert ist, ebenfalls dem Verhalten der Nutzer. Dass es zu dunkel ist, merkt man schnell, doch dass es hell geworden ist, leider nicht. Erst das bewusste Erinnern daran, „dass das Licht brennt“, lässt einen zum Schalter greifen. Sinnvoll ist daher der Einsatz von Lichtmanagementsystemen. Diese passen sich der notwendigen Lichtstärke an und schalten die Beleuchtung auch aus, wenn sich niemand am beleuchteten Platz aufhält. Je nach Bestand können ohne weiteres bis zu 80 % an Strom für die Beleuchtung eingespart werden.

Durch einfache Maßnahmen kann ebenfalls viel Licht eingespart werden (siehe Beleuchtung).

Durch überlegte Nutzung kann man ohne großen Aufwand Energie einsparen.