Wärmedämmung

Auch im gewerblichen- oder Industriebereich haben  Passivhaus- und Niedrigenergiehausstandard Einzug gehalten. Unterschiede zum Wohnhausbau bestehen in Bezug auf die Raumtemperaturen. Bürogebäude werden zumeist in Massiv- oder Leichtbauweise errichtet, wobei in der Leichtbauweise oft Stahl zum Einsatz kommt. Dieser ist wegen möglicher Wärmebrücken problematisch, mit durchdachten Konstruktionen können diese jedoch vermieden werden. Eine Messung mit der Thermokamera zeigt auf, wo derartige Schwachpunkte bestehen. 

Der Bau von Produktions- oder Lagergebäuden erfolgt üblicherweise in Stahl- oder Betonbauweise. Holz kommt hier weniger zum Einsatz. In der Stahlbauweise wird zwischen zwei Blechen eine möglichst winddichte Wärmedämmung situiert. Eine interessante Möglichkeit ist hier die Verkleidung mit Sandwichpaneelen. Dies sind Platten, welche zwischen zwei Blechen mit PU-Schaum ausgefüllt sind und die sehr gute Wärmedämmwerte erzielen.

Bei der Betonbauweise wird in der Mitte der Flächenbauteile eine Dämmplatte situiert, welche den Wärmeverlust stark reduziert. Die Dämmstärken bei Produktions- und Lagerbauten sind etwas geringer als im Bürobau, da auch die Raumtemperaturen geringer sind. Dämmstärken von 10 bis 16 cm in Wand und Decke sind hier üblich.

Niedrigstenergie- und Passivhausstandards sind auch im gewerblichen- und Industriebereich möglich.