Absaugungen

Absaugungen werden überall dort eingesetzt, wo Staub, Späne, Gas oder Lösemittel vom Arbeitsbereich entfernt werden müssen. Der Energiebedarf ist allerdings beträchtlich: In der Industrie benötigen die Absaugungen zwischen 10 und 15 Prozent des Strombedarfs, bei holzverarbeitenden Betrieben bis über 50 Prozent. Das konsequente Ausschöpfen von Energiesparmaßnahmen kann den Strombedarf gegenüber einer klassischen, ca. 20 Jahre alten Anlage halbieren. Die Ersparnisse amortisieren die Anlagen in wenigen Jahren.

Neben dem direkten Strombedarf benötigen die Absaugungen sehr große Luftmengen. Falls die abgesaugte Luft nach einer Filterung nicht mehr zurückgeführt werden kann (das ist z. B. bei Rauch, Chemikalien oder Lösemitteln der Fall, im Gegensatz zu Staub oder Spänen), muss aufgewärmte Frischluft von außen wieder zugeführt werden. Dadurch kann sich der Heizenergiebedarf durch die Absaugungen mehr als verdoppeln. Ein weiteres Problem sind Gebläse bzw. Ventilatoren. Wird das Rohgas z. B. mit Staub oder Spänen über das Gebläse geführt, müssen solche Konstruktionen gewählt werden, die nur 50 Prozent des Stroms in kinetische Energie umsetzen können. Besser ist es, auf der Seite des Reingases, also nach den Filtern, mit hochwertigen Gebläsen und einem Wirkungsgrad über 80 Prozent abzusaugen.

Probleme im Bereich der Absaugungswartung

  • Absaugung läuft, auch wenn kein Bedarf vorhanden ist
  • verlegte Rohrleitungen durch Lack, Staub, Späne
  • Falschluft durch undichte Leitungen – hohe Leistungen ohne Effizienz
  • Filter verlegt, dicht durch Ablagerungen
  • Lagerraum unter dem Filter voll, nicht entsorgt
  • Filterreinigung mit Druckluft hat zu lange Intervalle
  • Differenzdruckmessung bei den Filtern fehlt oder wird nicht beachtet

Sofort umsetzbar:

  • Schulung der Mitarbeiter
  • Einbauen von Schiebern, um nicht benötigte Absaugungen zu schließen
  • Unterdruckregelung der Absaugung mit Frequenzumrichter
  • Wenn Metallschläuche undicht sind und eine hohe innere Reibung haben, sollten diese gegen moderne Schläuche ausgetauscht werden.
  • Kunststoffschläuche einsetzen (Metallspirale im Kunststoffschlauch erden!)
  • Automatische Abschaltung von Maschinen und deren Absaugung (z. B. Hacker nach der Arbeit)
  • Automatisches Einschalten bei Einwerfen von Resten
  • Beratung durch mehrere Anlagenbauer bzw. Berater einholen

Längerfristige Maßnahmen und Investitionen

  • Einbau einer modernen Absaugung mit getrennten Strängen, wobei jede Maschine nur bei Bedarf abgesaugt wird
  • Drehzahlgeregelte Absaugungen, um einen eingestellten Unterdruck sicher zu stellen
  • Reingasseitige Gebläse mit hohem Wirkungsgrad
  • Möglichst gerade Rohrführungen, Bögen erhöhen die Saugleistung beträchtlich
  • Spänetransport nach Möglichkeit mit Förderband, Rüttelrinnen, ev. auch Spiralen
  • Falls Späne mit Luft befördert werden müssen, verwenden Sie am besten ein Umluftsystem

Quelle: WIFI/WKO

In der holzverarbeitenden Industrie ist der Energieverbrauch durch Absaugungen besonders groß - und damit auch das Einsparpotenzial.