Erfolgreiches Energiemanagement

Systematisches Energiemanagement senkt die Energiekosten nachhaltig. Die Auswirkungen auf den Betriebsgewinn können beachtlich sein. Jede Maßnahme, die die Energiekosten verringert, sichert den Bestand Ihres Unternehmens und schafft freies Kapital für Ihre eigentlichen Aufgaben.

Ein wichtiger Teil eines umfassenden Energiemanagements ist das so genannte Lastmanagement. Ziel ist es, Leistungsspitzen zu reduzieren. Aber auch in anderen Bereichen lässt sich viel Energie einsparen (siehe Analyse-Schwerpunkte). Dabei sind die Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz auch von der jeweiligen Branche abhängig (siehe Branchen-Konzepte).

Soll das Energiemanagement ausgelagert werden, bieten sich verschiedene Formen des Contracting (Energiedienstleistungen) an. Energieberater zeigen Ihnen, wo Sie am besten Energie sparen können.

Energiemanagement berücksichtigt drei wichtige Aspekte:

  • den ökonomischen Umgang mit Energie, sprich kostengünstigen Einkauf und effizienten Einsatz
  • laufende Identifizierung von Möglichkeiten zur Energieeinsparung und
  • die positive Verstärkung menschlichen Verhaltens (Licht ausschalten, ökonomische Fahrweise etc.)

Wie im letzten Punkt angesprochen, funktioniert Energiemanagement nur, wenn das gesamte Unternehmen vom Einsparpotenzial überzeugt ist und den Prozess aktiv mitgestaltet.

Vier Schritte zum Erfolg

Erfolgreiches Energiemanagement besteht aus vier grundsätzlichen Elementen, die als fixer Bestandteil in das betriebliche Management integriert werden müssen. Der erste Schritt ist eine gründliche Bestandserhebung.

Datenerfassung und Analyse sollten regelmäßig (mindestens einmal monatlich) erfolgen, um deutliche Erfolge zu erzielen. Die WKO geht davon aus, dass dadurch zehn bis 15 Prozent Energie eingespart werden kann, auch ohne kostenintensive Eingriffe. Für viele Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz können zudem Förderungen beantragt werden.

  • Schritt 1: Daten erfassen, aufzeichnen und visualisieren
    Erfassen Sie in regelmäßigen Abständen die betrieblichen Energieströme und machen Sie sie somit sichtbar. Hilfe bieten hier entsprechende EDV-Programme. Eine genaue und korrekte Datenerfassung ist die Ausgangsbasis für jede Rentabilitätsrechnung und daher besonders sorgfältig durchzuführen.
  • Schritt 2: Daten auswerten und analysieren
    Die Analyse des erfassten Ist-Zustands deckt mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungsmaßnahmen auf. Kennzahlenbildung und der Vergleich mit anderen Betrieben ("Benchmarking") liefern Anhaltspunkte für Einsparpotenziale. Wenn Ihnen bei der Analyse Anomalien auffallen, müssen Sie den Ursachen auf den Grund gehen. Eventuell sind hierfür spezielle Untersuchungen und Messungen notwendig.
  • Schritt 3: Maßnahmen festlegen und umsetzen
    Entwickeln Sie aus den Ergebnissen der Analysen Maßnahmen organisatorischer und technischer Natur, um einzelne Bereiche gezielt zu verbessern. Bei größeren Abweichungen müssen Sie umfangreiche Sanierungskonzepte erarbeiten. Sind Umbauten oder Veränderungen im Betrieb geplant, sind derartige Maßnahmen meist ohne großen Mehraufwand zu realisieren.
  • Schritt 4: Erfolg überprüfen und kommunizieren
    Machen Sie die erzielten Einsparungen deutlich und für alle sichtbar. Dies garantiert den Erfolg der Maßnahmen und motiviert Ihre Mannschaft zu weiteren Schritten.

Übrigens: Wenn Sie bei Neubau oder Sanierung Ihres Unternehmensgebäudes bereits Maßnahmen für mehr Energieeffizienz setzen, ist das Einsparpotenzial besonders groß. Einige Beispiele für erfolgreiche Baumaßnahmen finden Sie hier.

Quelle: WIFI/WKO, eigene

Geringere Ausgaben für Energie bedeuten mehr Geld für die eigentlichen Unternehmensaufgaben.