Energiesparend in den Urlaub

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Scharen von Erholungssuchenden strömen alljährlich zwischen Juni und September an ihre Urlaubsorte, um sich zu erholen und "Energie zu tanken". Je nach Urlaubsort und Art der Anreise kann der Urlaub aber auch zu einer wahren Sprit- und Energie-"Falle" werden. Die umweltfreundliche und energiesparende Mobilität beginnt dabei schon lange vor der eigentlichen Reise: bei der Wahl des Urlaubsortes und des Transportmittels.

Auto, Bahn oder Flugzeug?

Über die Hälfte der Österreicher, nämlich 57 Prozent, fährt mit dem Auto auf Urlaub - aber ist das auch die energiesparendste und umweltfreundlichste Lösung?

Zumeist wird die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeuges daran gemessen, wie viel vom Treibhausgas CO2 während einer bestimmten Fahrstrecke produziert wird. Je höher der CO2-Ausstoß, desto schlechter. Für das Auto heißt das: Vor allem, wenn einer alleine reist, ist die CO2-Bilanz hier vergleichsweise schlecht. Bei Fahrgemeinschaften - etwa auf der Fahrt in den Familienurlaub - teilen sich Spritkosten und Emissionsausstoß auf mehrere Personen auf, was bei langen Strecken sogar zu einem Vorteil Auto gegen Flugzeug führt. Die Wahl des besten Verkehrsmittels hängt daher auch von der jeweiligen Situation ab (zur Urlaubs-CO2-Bilanz).

Ein Tipp für den Alltag: Fahrgemeinschaftsbörsen verbinden Angebot und Nachfrage (siehe Link-Box). Auch mit der richtigen Fahrtechnik lässt sich viel Sprit sparen - das freut die Umwelt und die Geldbörse.

Falls Sie die CO2-Emissionen für Ihren Urlaub berechnen wollen - nutzen Sie den CO2-Rechner! Im Bereich Verkehr können Sie die Emissionen der verschiedenen Anreisearten bequem vergleichen.

Bahamas oder Balkonien?

Klar ist: Wer seinen Urlaub zuhause verbringt, spart am meisten Sprit und schont die Umwelt, schließlich erzeugt eine einzige Flugreise von Wien nach New York und retour mehr CO2 als 15.000 Autokilometer. Entsprechend groß ist auch der Unterschied im Energieverbrauch. Für Reisende, die energiesparend unterwegs sein möchten, empfiehlt es sich daher, eher nahe gelegene Urlaubsorte zu wählen. Wenn das Fernweh besonders groß ist, kann man überlegen, statt zweier kurzer Fernreisen eine längere zu machen.

Eine Besonderheit sind Urlaubsorte, die besonders für "sanfte Mobilität" ausgerüstet sind, in Österreich etwa Bad Hofgastein und Werfenweng. Die spanische Stadt Burgos hat für ihr umweltfreundliches Mobilitätskonzept sogar schon einen ENERGY GLOBE Award erhalten!

Während des Urlaubs zuhause alles auf "Energiesparflamme" stellen!

Übrigens: Wer im Urlaub Geld, CO2 und Energie sparen möchte, sollte auch seinen Elektrogeräten eine Erholungspause gönnen.

  • Fernseher, Computer, Ladegeräte,... sie alle brauchen auch im Stand-By-Betrieb Energie. Gegenstrategie: Ganz ausschalten oder den Stecker ziehen! Vorsicht: Manche Geräte, z.B.Radiowecker, müssen anschließend neu programmiert werden.
  • Der Urlaub bietet auch eine gute Gelegenheit, Kühlschrank und Gefriertruhe abzutauen und dann auszuschalten. Dabei die Türen offen lassen, da sich sonst leicht Schimmel bilden kann!
  • Eine kleine Pause hat sich auch der Elektroboiler in Küche oder Toilette verdient. Für ihn gibt es keinen Grund, in Bereitschaft zu bleiben, wenn niemand das warme Wasser nutzt.
  • Die Netzteile von Niedervolt-Hallogenlampen fressen Strom, sobald sie angesteckt sind: Auch sie sollte man ausstecken.

Weitere Energiespartipps für Ihre Wohnung finden Sie hier.

Hilfreiche Links für Ihre energiesparende Reise

Mitfahrzentralen zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften

Möglichkeiten zur CO2-Kompensation von Reisen

Hilfreiche Links für Ihre energiesparende Reise

Fahrplanabfrage der ÖBB
Spritpreisübersicht (ÖAMTC)

Mitfahrzentralen zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften

Möglichkeiten zur CO2-Kompensation von Reisen