Sieger des ENERGY GLOBE World Award in der Kategorie Luft
Einreicher: Ayuntamiento de Burgos (Burgos City Council)
Projekt: City of Burgos (Neue Wege zur nachhaltigen Mobilität in de Stadt Burgos)
Land: Spanien
Alle Nominierten
Skysails Windantriebssystem für die moderne Schifffahrt
Einreicher: SkySails GmbH & Co. KG
Projekt: Skysails Windantriebssystem für die moderne Schifffahrt
Land: Deutschland
Es ist eine einfache Tatsache: Wind ist auf hoher See die kostengünstigste und umweltfreundlichste Energiequelle. Daher wurden auch über Jahrtausende Segel zum Antrieb von Schiffen eingesetzt. SkySails hat nun eine Möglichkeit entwickelt, die Nutzung des Windes und die Anforderungen der modernen Schifffahrt zu kombinieren. Mittels eines Zugdrachens wird der Wind eingefangen, gleichzeitig wird die Route an Windstärke und -richtung angepasst. Das System wird als Zusatzantrieb eingesetzt und kann im Jahresschnitt, abhängig von Schiffstyp, Windverhältnissen und Einsatzdauer, sowohl Treibstoffkosten als auch Emissionen um 10 bis 35 Prozent reduzieren. Unter optimalen Bedingungen kommt man sogar mit der Hälfte des Treibstoffes aus. Würden jene 100.000 Schiffe, die geeignet wären, dieses System zu nutzen, damit ausgestattet, könnte dies das Klima um 150 Mio. Tonnen CO2 jährlich entlasten. 2008 wurde die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen. Unter anderem hat die norwegische Reederei Wilson bereits zwei ihrer Frachtschiffe mit SkySails aufgerüstet. Nach einer Testphase sollen weitere folgen.
Brandix Green Project
Einreicher: Brandix Lanka Limited
Projekt: Brandix Green Projekt
Land: Sri Lanka
Die Brandix Lanka Limited, mit insgesamt 25.000 Mitarbeitern Sri Lankas größter Exporteur für Casual Wear, hat sich das Ziel gesetzt, in fünf Jahren CO2-neutral zu werden. 2007 wurde eine der größten Produktionsstätten auf „grün“ umgerüstet, ein Jahr später fand die erste Evaluierung statt. Was gut für’s Klima ist bringt auch den 1600 Angestellten, die dort tagein, tagaus auf 900 Nähmaschinen werken, eine völlig neue Arbeitsqualität.
Die Maßnahmen: Umrüstung auf eine hocheffiziente Klimaanlage, Einbau von Oberlichten für besseren Lichteinfall, Dachdämmung und Anstrich mit Sonnenlicht reflektierender weißer Farbe, Schaffung von weiteren Glasflächen (hochdämmend) für mehr Lichteinfall und bessere Arbeitsqualität, Einsatz modernster Haustechnik – von LED-Beleuchtung bis Dampfverteiler, modernes Energiemanagementsystem, Regenwassernutzung und Einbau wassersparender Armaturen sowie Wasserrecycling. Statt den Vorplatz zu teeren, verlegte man wärmeabsorbierende Pflastersteine, es entstanden eine Biogasanlage und eine zwei grüne Innenhöfe. Für den täglichen Gebrauch und zum Abtransport des Abfalles werden Elektrofahrzeuge eingesetzt. Die Mitarbeiter werden laufend über Maßnahmen und deren Wirkung informiert.
Tolles Ergebnis: 78 Prozent weniger CO2-Ausstoß bei gleichbleibender Produktion, 44 Prozent weniger Energie-verbrauch, 58 Prozent weniger Wasserverbrauch, 71 Prozent weniger SO2 Emissionen und 92 Prozent weniger NOx. Und: Mehr als 95 Prozent des Abfalls werden recycelt.
City of Burgos (Neue Wege zur nachhaltigen Mobilität in de Stadt Burgos)
Einreicher: Ayuntamiento de Burgos (Burgos City Council)
Projekt: City of Burgos (Neue Wege zur nachhaltigen Mobilität in de Stadt Burgos)
Land: Spanien
Nachhaltig und umweltfreundlich – das ist die Mobilität in der spanischen Stadt Burgos. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Projekte durchgeführt, darunter ein Gratis-Radverleih, der bereits 4.000 Mitglieder zählt. Die Fahrräder und die Radverleihtreffpunkte wurden aus recycelbaren Materialien hergestellt, sämtliche Marketing-materialen bestehen aus recycelbaren Papier. Als weitere Maßnahme wurde der Innenstadtzugang via Auto stark reglementiert, indem vier Quadratkilometer der Stadt in eine Fußgängerzone umgewandelt wurden. Ein Verkehrszentrum mit 24-Stunden-Überwachung kontrolliert den Zugangsverkehr. Auch der öffentliche Verkehr wurde in das Nachhaltigkeitskonzept einbezogen: Es werden „saubere Fahrzeuge“ eingesetzt, die, wie die 27 neuen Biodiesel-Busse reinen Biokraftstoff verwenden. Entsprechende Tankstellen wurden ebenfalls eingerichtet. Um das nötige Altöl zu sammeln, führte die Stadtverwaltung eine Bewusstseinsbildungskampagne durch. Alle Busse und Haltestellen wurden zudem behindertengerecht ausgestattet.
Das Ergebnis: Das autofreie Stadtzentrum reduzierte die Luftverschmutzung um 30 Prozent. Zusätzlich konnten die CO2-Emissionen maßgeblich verringert werden, bei den öffentlichen Verkehrsmitteln alleine um 25 Prozent. Das Projekt ermöglicht der Bevölkerung, ein Stadtzentrum frei von Autos, Verschmutzung und Lärm zu genießen.
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