Sieger des ENERGY GLOBE World Award in der Kategorie WASSER

Einreicher: Oikos East Africa
Projekt: Wasserversorgung für Ngarenanyuki und Oldonyosambu, Tansania
Land: Tansania

Alle Nominierten


Solar betriebene Wasserpumpen für die Landbevölkerung

Einreicher: Green Empowerment  
Projekt: Solar betriebene Wasserpumpen für die Landbevölkerung
Land: Nicaragua

Die Vereinigung Green Empowerment hat gemeinsam mit Asofenix, einer weiteren nicaraguanischen NGO, zwischen 2004 und 2007 drei solar betriebene Wasserpumpen in ländlichen Gebieten Nicaraguas errichtet und verhalf so ca. 1000 Personen zu sauberem Trinkwasser. Die Lebensbedingungen verbesserten sich nachhaltig, da die langen Wegstrecken zum Wasserholen entfallen und sich die hygienische Situation generell verbessert hat. Weiters hat dieses Projekt die Dorfgemeinschaften motiviert, Gärten und sanitäre Anlagen in ihren Dörfern zu errichten und durch den Aufbau einer eigenen Biogasproduktion ihren Energiebedarf durch ein nachhaltiges System zu decken. Um den reibungslosen Betrieb dieser Anlagen zu sichern, wurde jeweils ein Techniker ausgebildet, der auch Wartungsarbeiten durchführt und dafür eine kleine Benützungsgebühr einhebt. 2008 wurde eine weitere solar betriebene Wasserpumpe errichtet, für 2009 sind weitere Projekte im ländlichen Nicaragua geplant.

Wasserversorgung für Ngarenanyuki und Oldonyosambu, Tansania

Einreicher: Oikos East Africa
Projekt: Wasserversorgung für Ngarenanyuki und Oldonyosambu, Tansania
Land: Tansania


Sauberes und keimfreies Trinkwasser dauerhaft und lokal verfügbar zu machen war das Ziel eines Projektes von Oikos East Africa. Umgesetzt wurde es im Norden von Tansania im Zeitraum von 1999 bis 2008. Die gesetzten Maßnahmen: Nach einem mit den Behörden abgestimmten Entwicklungsplan für die Region wurden die bestehenden Wasserverteilungssysteme erneuert und verbessert sowie zusätzliche Systeme installiert. Gleichzeitig wurden Regenwassersammlungssysteme, Wasserdämme und solarbetriebene Pumpen in die vorhandenen Strukturen integriert. Für den Wassertransport zu den Verteilungspunkten nutzt man nun, so weit wie möglich, die Schwerkraft. Um die notwendige Wasserqualität zu garantieren, werden Filtersysteme eingesetzt und regelmäßig Messungen vorgenommen. Zudem wird die Bevölkerung über mögliche Gefahrenquellen aufgeklärt.

Waschmaschinen-Tuning

Einreicher: ARGE R.U.S.Z GmbH
Projekt: Waschmaschinen-Tuning
Land: Österreich

Alte Waschmaschinen sind oft echte Wasser- und in vielen Fällen auch Energieverschwender. Schluss damit, sagte sich die ARGE R.U.S.Z GmbH und suchte nach einer technischen Lösung zur Reduktion des Energie- und Wasserverbrauches alter Waschmaschinen. Gleichzeitig sollte die Lebensdauer der Geräte deutlich verlängert werden. So entstand ein vorbildliches Projekt, das nicht nur ökologischen sondern auch sozialen Nutzen bringt. Waschmaschinen-Tuning ist angesagt: Die ausrangierten Geräte werden vom Schrottplatz geholt und dann einer Fitnesskur unterzogen, damit sie nach Möglichkeit das Niveau von typengleichen Neugeräten erreichen. Selbst Geräte mit ehrwürdigen 10 Jahren werden so wieder auf Vordermann gebracht. Die Geräte laufen sparsamer und sind als kostengünstige Second Hand Maschine auch für sozial Schwächere leistbar. Weiterer Effekt: Abfallvermeidung, denn das Potenzial dafür liegt allein in Wien bei 30.000 Tonnen. Die Produktion neuer Geräte würde zudem jede Menge Wasser verbrauchen, das durch das Waschmaschinen-Tuning eingespart wird.

Die Tuning-Idee hat Ausbaupotenzial: Neben Waschmaschinen werden mittlerweile auch Geschirrspüler optimiert. Sozialwirtschaftliche Dachverbände wie wie RepaNet (Österreich) und RREUSE (EU) unterstützen das Projekt.