Erde
Gründerzeit für Öko-Bau
GEWINNER
Einreicher: Ulreich Bauträger GmbH
Projekt: Gründerzeithaus mit Niedrigenergiestandard/Wien
Fast 40% aller Wohnungen in Wien entstanden vor 1919. Wer dachte damals schon an ökologisches Bauen? Heute ist das ganz anders. Intelligentes Sanieren ist heute nicht nur ein „muss“ sondern auch „in“.
Ein Musterbeispiel für solch vorbildliche Sanierungsmaßnahmen ist ein Wohnhaus in der Märzstraße 113. Durch eine ressourcenschonende und intelligente Sanierung wurde in dem am Ende seiner Nutzungsdauer angelangtem Gründerzeithaus im 15. Wiener Gemeindebezirk, hochwertiges Wohnklima auf Niedrigenergiestandard geschaffen.
Im Zuge der Sanierung, die Ende 2007 abgeschlossen wurde, konnte der Heizwärmebedarf um 73% gesenkt werden. Etwa 30 alte, mit Kohle, Öl oder Erdgas befeuerte Einzelöfen wurden durch eine zentrale Heizanlage und Warmwasseraufbereitung ersetzt.
Die jährlichen CO2-Emissionen konnten auf ein Zehntel verringert werden.
Durch den Einsatz von verschiedenen ökologischen Maßnahmen (Hauszentralheizung, Fassadendämmung, Austausch von Fenster und Türen, innovative Wandheizungen, intensive Begrünung) entsteht ein angenehmes und hochwertiges Wohnklima.
EnergiebewussT leben
NOMINIERT
Projekteinreicher: Gemeindeamt Langenegg
Projekttitel: Energiebewusst leben
In der Vorarlberger Gemeinde Langenegg begann ab 1996 ein langjähriger Prozess mit der ökologischen Sanierung eines denkmalgeschützten Bauernhauses und der Verbesserung der Nahversorger durch Ansiedelung neuer Geschäfte. Zudem ist in diesem Gebäude eine der ersten Hackschnitzelanlagen der Region zur Beheizung des gesamten Ortszentrums untergebracht.
In der Folge wurde ein Mehrzweck Gebäude für Kindergarten, Musikverein und Jugendraum bzw. ein Cafe mit Bürogebäude nach Ökoleitfaden in Passivhausqualität errichtet. Dann startete die Gemeinde den Bau eines modernen Geschäftes, welches die Nahversorgung der Zukunft sichert. Auch hier wurde derselbe hohe ökologische und energetisch Anspruch umgesetzt (Passivhaushülle, Anschluss an bestehendes Biomasse-Wärmenetz, heimisches Holz, Dachbegrünung).
Da das Heizwerk an der Kapazitätsgrenze angelangt war, wurde gleichzeitig die Gebäudehülle des Gemeindeamtsgebäudes thermisch saniert. Durch diese Maßnahmen wird mehr Heizenergie eingespart als im neuen Lebensmittelmarkt benötigt wird.
Passivhauswohnanlage Lodenareal Innsbruck
NOMINIERT
Projekteinreicher: Neue Heimat tirol, Gemeinnützige Wohnungs‐ u. Siedlungs GmbH
Projekttitel: Passivhauswohnanlage Lodenareal Innsbruck
In Innsbruck werden von der NEUE HEIMAT TIROL 354 Wohnungen in Passivhausbauweise errichtet und durch das Passivhausinstitut Darmstadt zertifiziert. Der Wohnbau besteht aus Massivbauweise, mit einer hochwertig luftdichten Gebäudehülle und einer innovativen Passivhaustechnik. Alles auf dem neuesten Stand der Technik!
Dazu kommen zwei Grundwasserbrunnen zur Luftvorwärmung bzw. -kühlung, eine Komfortlüftung mit hohen Schallschutzanforderungen, eine Fußbodenheizung, ca. 1.000 m² Solarflächen, ein Zweileitersystem und eine Pelletsanlage zur Abdeckung des niedrigen Warmwasser- und Heizungsbedarfes zur nachhaltigen Anwendung.
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