Fenster, Türen, Sonnenschutz

Fenster:

Die Mindestlichtmenge ist erreicht, wenn die Glasflächen mindestens 10 Prozent der Grundfläche des Raumes betragen. Die heute übliche Art der Verglasung ist die Wärmeschutzverglasung. Achten Sie auf den U-Wert - je geringer er ist, desto energiesparender ist das Fenster. Wichtig ist auch der fachgerechte Einbau (Fugenabdichtung, Gefahr von Wärmebrücken).

Je nach Rahmen unterscheidet man Holz-, Kunststoff-, Aluminium- und Holz-Alu-Fenster. Letztere verbinden die angenehme Atmosphäre von Holz mit der Pflegeleichtigkeit des Aluminiums.

Sanierung:

  • Gebäudesanierung heißt nicht automatisch Fenster raus!
  • Oft genügen neue Gummidichtungen und eine genaue Einstellung der Beschläge.
  • Auch die Erneuerung der Verglasung kommt bei intakten Rahmen oft günstiger als neue Fenster.
  • Rollläden tragen zur Dämmung bei! Beim Einbau Wärmebrücken vermeiden!
  • Bei Vollwärmeschutz sind auch Fenster-Leibungen mit zu dämmen.
  • An stark befahreren Straßen o.ä.: Schallschutzfenster verwenden!
  • "Selbstreinigende" Fenster sind außen mit Titanoxid (TiO2) beschichtet und funktionieren mit der UV-Strahlung des Sonnenlichtes - ein Sicherheitsvorteil v.a. bei hohen Gebäuden

Dichtheit: (siehe auch Kapitel Dichtheit)

  • Holzständerkonstruktionen bzw. Leichtbaukonstruktionen immer außenseitig winddicht machen (ausgenommen hinterlüftete Ebenen)
  • Auf winddichte Anschlüsse bei Übergängen wie Keller zu Erdgeschoßwand oder Wand zu Dachschräge achten
  • Bei Dampfbremsen bzw. Dampfsperren auf saubere, dichte Verlegung mit Stufenfalz und Verkleben der Stöße achten
  • Schwachstelle Undichtheit: der Anschluss Dachstuhl – Mauerwerk und Dachdurchdringungen

Haus- und Wohnungstüren:

... sind nicht nur die Visitenkarte Ihres Hauses! Sie sind Empfang, Durchgang und Schutz. Als Teil der Gebäudehülle ist die Haustür neben Einbruchssicherheit und Schallschutz auch für Wärme- und Witterungsschutz zuständig. Im Hausinneren sind Türen nicht nur ein Blickfang, sondern auch zum Schutz der Privatsphäre da.

 
Tipps für Tür & Co

  • Bautechnikverordnung beachten: Sie schreibt höchst zulässige U-Werte für Türen vor!
  • Windfang verhindert Eindringen von kalter Luft in den Wohnbereich und reduziert Wärmeverluste.
  • Gibt es keinen abgeschlossenen Vorbau, auf guten Dämmwert und Dichtheit der Außentüre achten!
  • Geht die Eingangstür nach innen auf, Vorkehrungen zur Verhinderung des Eindringens von Schlagregen treffen.
  • Haussicherheit ist heute ein Thema und sollte bei der Wahl der Eingangstür berücksichtigt werden!
  • Denken Sie dabei auch an ein Sicherheitsschloss!
  • Achtung: Brand- und Rauchschutzregeln für Türen einhalten!
  • Vorher überlegen, in welche Richtung eine Tür aufgehen soll!

Sonnenschutz

... soll unerwünschte Nebenwirkungen der Sonneneinstrahlung wie Blendeffekte, Reflexionen und Überhitzung vermeiden. Nach dem Motto „Sehen, aber nicht gesehen werden“ will man damit auch die Privatsphäre schützen. Was ist möglich, was ist zu beachten:

  • Sonnenschutz kann je nach Jahreszeit durch ausragende, massive Bauteile wie Balkone, Loggien, Gesimse, Vordächer, Rankgerüste aus Holz für Kletterpflanzen (Pergola) und Laubbäume erreicht werden: Sie spenden im Sommer Schatten und ermöglichen im Winter die gewünschte Sonneneinstrahlung.
  • Achtung bei Dachüberstand: sollte an der Südostseite im Sommer die Fenster beschatten und im Winter besonnen
  • Markisen, Klappfensterläden, Rollläden und Jalousien sind weitere effektive Hilfsmittel.
  • Außerhalb des Fensters angebrachter Sonnenschutz ist weitaus wirksamer als eine innen liegende Abdeckung.
  • Außen liegende Elemente bringen im Winter auch Wärmeschutz während der Nachtstunden. Auf windbeständige Ausführung achten!
  • Beim Einbau von Rollladenkästen im Sturzbereich Wärmebrücken vermeiden!
  • Rollladenkästen reduzieren Wärmeverluste der Nacht an Fenstern um 10 bis 20 Prozent.

Achten Sie beim Fensterkauf auf den U-Wert - je niedriger, desto besser ist die Wärmedämmung.