Optimale Lichtplanung

Die positive Wirkung von Licht auf das menschliche Gemüt ist weitgehend bekannt. Jeder kennt das Wohlgefühl, wenn nach grauen Wintertagen endlich wieder die Sonne scheint. Heute wird Licht gezielt und mit Erfolg auch zur Bekämpfung der „Winterdepression“ eingesetzt. Es liegt daher auf der Hand, dass Licht in den eigenen vier Wänden eine wichtige Rolle spielt.

Optimale Lichtplanung:

Eine optimale Lichtplanung trägt wesentlich zur behaglichen Atmosphäre bei, erhellt Arbeitsbereiche, lässt aber auch Raum für individuelle „Lichtgestaltung“. Wohnräume grundsätzlich so anordnen, dass man weitestgehend Tageslicht nutzen kann.

Als besonders angenehm wird übrigens warmweißes Licht empfunden, wie es von Glühlampen, Niedervolt-Halogen Glühlampen, Halogen-Glühlampen 230 Volt, Energiesparlampen und Kompaktleuchtstofflampen ausgestrahlt wird.

Folgende Richtlinien sind wissenswert:

Eingangs- und Treppenbereiche:

  • Hauseingang sollte blendfrei beleuchtet werden.
  • Bei Treppen Lichtquelle am obersten Treppenabsatz vorsehen
  • Leuchten mit größerer Ausdehnung oder Licht streuender Abdeckung verhindern längere Schatten.

Küche und Hausarbeitsraum:

  • Grundbeleuchtung - am besten allgemeine Beleuchtung an der Decke
  • Zusätzliche Lichtquellen bei einzelnen Arbeitsflächen schaffen, z.B. durch Leuchten an der Vorderkante der Oberschränke.
  • Lampen mit guter Farbwiedergabe wählen (Stufe 1A, 1B)

Essplatz:

  • Mit einer besonderen blendfreien Leuchte erhält der Essplatz eine andere Atmosphäre als der Arbeitsplatz.
  • Damit Essen und Tischgenossen gut sichtbar sind, zwischen Tischoberkante und Leuchtenunterkante Mindestabstand von 60 cm einhalten.

Wohnzimmer:

  • Gestaltungselemente sind hier indirektes Licht und dimmbare Leuchtquellen.
  • Zusätzliche Lichtinseln setzen Akzente.
  • Gezielte Beleuchtung mit Spotlampen oder Bildleuchten
  • Im Fernsehbereich ist schwache Beleuchtung angenehmer, Licht sollte sich nicht im Bildschirm spiegeln.
  • Richtiges Leselicht kommt schräg von hinten und leuchtet die Buchseiten gleichmäßig aus.
  • Für die richtige Beleuchtung sollten 60 W bis 100 W starke Glühlampen bzw. Energiesparlampen von 11 W bis 20 W verwendet werden.

Kinderzimmer, Arbeitszimmer:

  • Neben der Grundbeleuchtung auf ausreichende Schreibtischbeleuchtung achten
  • Bei Rechtshändern sollte das Licht von links, bei Linkshändern von rechts einstrahlen um störende Reflexe und Schatten zu vermeiden.

Schlafzimmer:

  • Auf blendfreie Anbringung der Leuchten achten
  • Ideal zumeist die Kombination von Deckenleuchte und schwenkbarer Lesebeleuchtung am Nachttisch

Badezimmer:

  • Gleichmäßiges Licht am Spiegel erreicht man durch beidseitig angebrachte, lang gestreckte Leuchten.
  • Lampen mit guter Farbwiedergabe (1A, 1B) erleichtern das Schminken

Lampen

  • Glühlampen: Licht entsteht durch Erhitzung des Glühfadens, nur 5 % der Energie werden dabei in Licht umgesetzt, der Großteil von ca. 95 % wird als Wärme frei, Lebensdauer 1000 Stunden, Stickstofffüllung
  • Halogenlampen: arbeiten mit Niederspannung, in den meisten Fällen mit Transformator, Füllung: Halogengase, Lebensdauer ca. 2000 - 4000 Stunden, als Schreibtischlampen weniger geeignet, weil sie UV-Strahlung abgeben, ideal für indirekte Beleuchtungen
  • Leuchtstofflampen (Neonröhren): verglichen mit gleich leistungsstarken Glühlampen erzeugen sie drei- bis fünfmal so viel Licht, die Lebensdauer beträgt ein Vielfaches davon. Optimal in Büros und als Allgemeinbeleuchtung in Wohnräumen. Hohe Schaltfrequenz verkürzt allerdings ihre Lebensdauer.
  • Energiesparlampen: sind ebenfalls Kompaktleuchtstoffröhren. Lichtausbeute rund das sechsfache einer Glühbirne, Lebensdauer bei 8000 – 10.000 Stunden. Diese Lampen brauchen ein Vorschaltgerät – entweder im Schraubsockel integriert oder extra (=Adapter).

Richtig eingesetzt sorgt Licht für Wohlbefinden.