Umweltschonende Fahrzeuge

Hybridelektrokraftfahrzeuge gehören beim derzeitigen Stand der Technik zu den umweltschonendsten Kraftfahrzeugen. Sie werden von mindestens einem Elektromotor und einem weiteren Energiewandler angetrieben. Die dazu notwendige Energie beziehen sie aus einem Betriebskraftstofftank und einer Speichereinrichtung (im Fahrzeug) für elektrische Energie. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen.

Die entsprechende EU-Richtlinie bezeichnet dies als Hybridelektrofahrzeug. Meist wird nur von Hybridfahrzeug, Hybridauto oder Fahrzeug mit Hybridantrieb gesprochen. In Fahrzeugen wie PKW, LKW und Bussen wird der Hybridantrieb auch als Hybridmotor bezeichnet. Im engeren Sinne sind Hybridmotoren jedoch nur Verbrennungsmotoren, die Merkmale von Diesel- und Ottomotoren aufweisen.

Eingesetzt wird der Hybridantrieb im Serienautomobilbau, wo er die Effizienz verbessert und hilft, den fossilen Kraftstoffverbrauch zu verringern bzw. die Leistung im niedrigen Drehzahlbereich zu steigern.

Neben Hybridfahrzeugen werden auch reine Elektroautos sowie Fahrzeuge mit Brennstoffzellenatrieb entwickelt. Elektrofahrzeuge (Autos, aber auch Fahrräder und Roller) werden an der Steckdose aufgeladen. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versogt, wenn der Akku leer ist. Österreichweit gibt es bereits mehrere hundert Elektrotankstellen (zum e-Tankstellen-Finder, Verzeichnis der Elektrotankstellen in Österreich).

Bei Fahrzeugen mit Brennstoffzellenatrieb tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite, für die Produktion von Wasserstoff sind jedoch große Mengen an Energie notwendig. Der Brennstoffzellenantrieb kann daher nur dann als umweltschonend bezeichnet werden, wenn der Wasserstoff mittels nachhaltiger Energiequellen erzeugt wird.

Der EcoTest

Um dem Konsumenten eine klare Information über das Umweltverhalten von Autos zu geben, wurde von den europäischen Automobilclubs mit Unterstützung der FIA Foundation der EcoTest ins Leben gerufen. Dieser Test soll an allen wichtigen neuen Automodellen, die am europäischen Markt erhältlich sind, durchgeführt werden.

Die Idee dahinter: Je mehr Konsumenten umweltfreundlichere Fahrzeuge wählen, desto eher ist auch die Industrie bereit, derartige Autos zu entwickeln und zu produzieren.

Testverfahren:

Die FIA Foundation (Weltverband der Automobilclubs) hat mit dem FIA EcoTest ein Bewertungssystem definiert, das verschiedene Schadstoffe zu einem einzigen Indikator (Schadstoffwertung) zusammen fasst.

Zur Schadstoffwertung werden die europaweit gültigen EURO-Abgasnormen herangezogen. Diese unterteilen die Fahrzeuge in Schadstoffklassen und legen für jede Klasse Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (HC) und Partikel (PM) fest. Für die CO2-Wertung wird zwischen den einzelnen Fahrzeugklassen unterschieden.  

FahrzeugklasseBeispiel
1Kleinstwagen (Zweisitzer)Smart
2KleinstwagenFiat Seicento, Peugeot 106, VW Lupo
3KleinwagenFiat Punto, Peugeot 206, VW Polo
4KompaktwagenToyota Corolla, VW Golf
5MittelklasseBMW 3er, Mazda 6, Opel Vectra, Toyota Avensis
6Obere MittelklasseAudi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse, Peugeot 607
7OberklasseAudi A8, BMW 7er, Jaguar XJ, Mercedes S-Klasse


Die EcoTest-Punkte setzen sich zu 50 % aus der Schadstoffwertung und zu 50 % aus der CO2-Wertung zusammen. Die beste Bewertung im Eco Test sind 100 Punkte (5 Sterne).

Ein sparsames Fahrzeug lohnt sich bei jedem Tanken.