Ehrenpreis

Sieger Regional Ehrenpreis - Kategorie Feuer

Einreicher: Linz Strom GmbH für Energieerzeugung, -verteilung und Telekommunikation
Projekt: Effiziente und ökologisch nachhaltige Energieversorgung einer Landeshauptstadt mittels Biomasse und Fernwärmespeicher

Sauberer und sicherer Strom aus der Region

Das Biomasse-Kraftwerk der Linz Strom GmbH ist das erste einer österreichischen Landeshauptstadt und erzeugt Strom und Fernwärme aus nachwachsenden Rohstoffen mit einem Nutzungsgrad von mehr als 85%, was ein europäischer Spitzenwert ist. Als Brennstoff kommt unbehandeltes Holz zum Einsatz – 92 % des Holzes stammen aus Österreich. Jährlich produziert die Anlage 60.000 MWh, das entspricht dem Strombedarf von rund 20.000 Linzer Haushalten. Das Kraftwerk leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen Oberösterreichs, bis 2007 insgesamt 4% des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energie zu decken. Es hilft auch, die Auflagen des Kyoto-Protokolls zu erreichen. Zusätzlich werden ca. 150.000 MWh Wärme in das Linzer Fernwärmenetz eingespeist – damit können rund 12.000 Haushalte versorgt werden. Mit der Anlage wird der jährlich CO2-Ausstoß um rund 50.000 Tonnen verringert – das entspricht dem CO2 Ausstoß eines Pkw’s, der rund 8.400 mal die Erde umrundet.

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Sieger Regional Ehrenpreis - Kategorie Luft

Einreicher: OÖ. Ferngas AG
Projekt: Bürogebäude mit solarer Kühlung und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung über eine Mikrogasturbine

Umweltfreundliches und energieeffizientes Bürogebäude

Nach völlig neuen Maßstäben hat die OÖ. Ferngas AG ihr neues Linzer Service-Center geplant und führt das ganze jetzt als Pilotprojekt: Ambitioniertes Ziel war es, die Gebäudekühlung und Wärmeversorgung mit einem hohen Anteil umweltfreundlicher, erneuerbarer Energie zu erreichen und im Bürogebäude ein effizientes und innovatives Haustechnik-Systems anzuwenden. Die Strom- und Wärmeversorgung sowie die Kühlung werden durch ein ausgeklügeltes System aus einer Kombination von thermischer Solaranlage und Mikrogasturbine sicher gestellt. Kühlsysteme auf Basis erneuerbarer Energien gewinnen in Europa immer mehr an Bedeutung – im Rekordsommer 2006 wurde das besonders deutlich. Solare Gebäudekühlungen kombiniert mit einer Strom erzeugenden Kraft-Wärme-Anlage leisten aber auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

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Ehrenpreis (noch nicht vollständig umgesetzte Projekte)

Einreicher: Biodiesel Enns GmbH & Co. KG
Projekt: Biodieselanlage Enns

Enns: Österreichs größte Biodieselanlage

In 2 Monaten geht Österreichs größte Biodieselanlage auf dem Gelände des Binnenhafens Enns in Betrieb. Damit will die Biodiesel Enns GmbH & Co KG den künftig steigenden Bedarf an alternativen Kraftstoffen abdecken. Auf Basis von Rapsöl wird in einem speziellen Prozess Bio-Kraftstoff erzeugt, als Nebenprodukt entsteht Glyzerin in Pharmaqualität. Die Anlage hat eine Jahreskapazität von 110.000 Tonnen Biodiesel und 10.000 Tonnen Glyzerin und wird rund ums Jahr betrieben. Die Anlage leistet einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung – Bauern liefern den notwendigen Raps - 30 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Angesichts der galoppierenden Dieselpreise rechnet sich Biodiesel in jeder Hinsicht: weil er herkömmlichen Diesel ersetzt, muss weniger Erdöl importiert werden, was die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, Weltölpreisen und politisch instabilen Regionen reduziert. Verglichen mit Mineralöl-Diesel ist Biodiesel von Natur aus arm an Schwefel, produziert bei der Verbrennung weniger Russpartikel und ist biologisch abbaubar. Aufgrund der EU Biokraftstoffrichtlinie besteht in Österreich künftig ein Bedarf von ca. 420.000 Tonnen Biokraftstoff pro Jahr. Die aktuelle Gesamtkapazität der heimischen Produktionsanlagen liegt noch unter diesem Wert.

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Ehrenpreis (noch nicht vollständig umgesetzte Projekte)

Einreicher: Inventmetall
Projekt: Speicher-, Regel- und Sedimentations-Anlage (SRS) für Hochofen-Schlacke mit Trockenkühlung und Wärmerückgewinnung

Hochofenschlacke wird zur Energiequelle

Wasser sparen, Energie rückgewinnen und die Umwelt schonen sind die drei Grundsätze für diese außerordentliche Erfindung, die eine effiziente Weiterverarbeitung von Hochofenschlacke gewährleistet. Üblicherweise werden die anfallenden heißen Schlacken mit riesigen Mengen Wasser rasch gekühlt. Dabei entsteht giftiger Schwefelwasserstoff, der abgesaugt werden muss. Die hochwertige Wärme von ca.

1450 ° C wird im Kühlungsprozess einfach vernichtet. Die „SRS“-Anlage übernimmt die ausfließende Schlacke unmittelbar am Hochofen und leitet sie in eine Trockenkühlanlage um. Die Trocknung erfolgt ohne Wasser, Erwärmung der Atmosphäre und ohne Lärmbelästigung. Die Wärme kann mit diesem Verfahren zurückgewonnen und zB verstromt werden. Die trocken gekühlte Hochofenschlacken eignet sich erstklassig zur Weiterverarbeitung zu Zement. Die Technologie soll vorerst in vollem Umfang für einen der Hochöfen bei Thyssen Krupp Stahl in Hamborn als Versuch laufen. Der Bau einer solchen Anlage dauert ca. 1 Jahr.

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