23.06.2009 / EU & International

Spitzenlasten im Stromverbrauch ausgleichen

Aktuelle Studie zeigt: Bei gleichmäßigerem Stromverbrauch könnten US-weit 2000 Kraftwerke abgeschaltet werden

Stromnetze müssen auch zu Zeiten höchsten Stromverbrauchs die Versorgung aller Bürger sichern. Um dies zu erreichen, werden eigene Spitzenlastkraftwerke errichtet. Dynamische Stromtarife, bei denen der Preis von der momentanen Auslastung abhängt (Demand Response), sorgen für eine gleichmäßigere und effektivere Auslasgung der Kraftwerke und reduzieren so die Spitzenlast.

Ein vom US-Kongress in Auftrag gegebener Bericht zeigt nun das große Potenzial derartiger Demand-Response-Programme: Eine flächendeckende Einführung könnte die US-amerikanische Spitzenlast um bis zu 20 Prozent senken. Dadurch würden rund 2.000 Spitzenlastkraftwerke nicht mehr gebraucht werden, was wiederum niedrigere Stromrechnungen, eine verbesserte Systemzuverlässigkeit und eine Senkung des Treibhausgasausstoßes zur Folge hätte.

"Demand-Response-Programme sind eine im landesweiten Energie-Portfolio noch relativ unerschlossene Ressource. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ihre potenziellen Vorteile auszuschöpfen. Der Bericht bietet Entscheidungsträgern nützliche Anhaltspunkte für den bestmöglichen Weg in eine Zukunft mit begrenzten Ressourcen", so Dr. Ahmad Faruqui, leitender Wirtschaftswissenschaftler in der Studie, die von der Brattle Group durchgeführt wurde.

Eine Kurzfassung und der vollständige Bericht stehen unter www.brattle.com zur Verfügung.